Unsere Aufzucht
Unser Fokus liegt immer auf dem Wohl des Tieres, egal ob bei Legehennen, Puten, Enten, ...
Um bestmögliche Bedingungen für die unterschiedlichen Arten bieten zu können, braucht man fundiertes Wissen, muss man seine Ställe optimal auf die verschiedenen Aufzuchtslinien ausrichten und das Wichtigste, man muss die Tiere nicht als "Verkaufsware" betrachten, aus der man größtmöglichen Profit schlagen möchte.
Wir möchten durch unsere Aufzucht bspw. die Hühner optimal auf das Legen, aber auch auf ein glückliches Hühnerleben vorbereiten. Vordergründig geht es uns in der Aufzucht darum, jedem Tier die bestmögliche "Kindheit" zu ermöglichen und so gesunde, glückliche Tiere abgeben zu können.
Um dies zu erreichen, ziehen wir alle Tiere bis zum Verkauf selbst groß und achten schon vom ersten Tag an auf optimale Bedingungen im Stall sowie bei dem Futter. Für unsere Eintagsküken wird der Stall 36 Stunden vor dem Einstallen auf ca. 35°C aufgeheizt. Hier ist eine Mischung aus punktueller Wärme durch Gaskanonen sowie Warmwasserlüftern wichtig, um ein gutes Luftklima zu erzeugen. Nach der ersten Woche im Stall wird dann jede Woche die Temperatur ca. um 2 - 3 Grad heruntergefahren.
Außerdem sind in den ersten Wochen, zusätzlich zu den festinstallierten Nippeltränken und den Futterautomaten, Futterteller mit Kükenstarterfutter sowie sogenannte Minitränken zur Erleichterung der ersten wichtigen Aufnahme des Wasser- und Futterbedarfs wichtig.
Durch unsere tägliche Arbeit im Stall haben wir immer einen guten Überblick über das Wachstum der Tiere, welches selbstverständlich auch täglich entsprechend dokumentiert wird. Dies ist sehr wichtig um bei kleinsten Problemen im Stall sofort reagieren zu können. Schon anhand des verbrauchten Futters und Wassers kann man zu jeder Zeit Rückschlüsse ziehen, selbst wenn vielleicht dem ersten Anschein nach noch gar kein Problem feststellbar ist.
Übrigens, die ausreichende Wasserversorgung ist deshalb so wichtig, weil sich die Körpertemperatur des Kükens bzw. der Junghenne über das Wasser reguliert. Der Körper eines frisch geschlüpften Kükens besteht bis zu 85% aus Wasser, welches langsam bis zur Legereife auf 55% reduziert wird. Außer der Temperaturregulierung hat Wasser zudem die Funktion eines Lösungsmittels, in welchem die Nährstoffe durch den Körper transportiert werden und in Abfallstoffe ausgeschieden werden.
Wie schon erwähnt hat die Stalltemperatur einen großen Einfluss auf das Wohlbefinden der Tiere während der Aufzucht. Aber auch die Luft und die Belüftung im Speziellen haben einen großen Einfluss auf das Wohlbefinden und die Aufnahme des Futters und Wassers. Durch unsere schon erwähnte Kombination aus Gaskanonen und Warmwasserlüftern in den ersten Wochen der Aufzucht, gepaart mit der in den Ställen installierten automatischen Ventilatorenanlagen, garantieren wir immer die bestmögliche Belüftung und entsprechend dem Alter optimale Temperatur im Stall.
Um dem Picken von vornherein vorzubeugen, versuchen wir generell eine übergroße Helligkeit zu vermeiden. Das Lichtprogramm beginnt mit dem ersten Lebenstag und muss jeweils auf das Alter der Küken bzw. Junghennen abgestimmt werden. Zudem verwenden wir bspw. Picksteine um den Tieren zum einen zusätzliche Beschäftigung zu liefern, zum anderen auf natürliche Art und Weise einen Hauch des sehr spitzen Hühnerschnabels "abzufeilen".
Während der Aufzucht durchlaufen alle Junghennen ein Impfprogramm (siehe "Unsere Philosophie"), welches von einem Fachtierarzt für Geflügel und selbstverständlich auch unserem zuständigen Veterinäramt, ständig kontrolliert wird. Seit der Saison 2020 gehört die Kombi-Impfung IB/ND/Eds bei uns auch für den Hobby-Hühnerhalter zum Standard-Programm. Durch diese Nadel-Injektion beginnt Ihre ND-Nachimpfpflicht erst circa 1 Jahr nach Kauf (das exakte Impfdatum ist immer auf Ihrem Impfnachweis vermerkt!). Bzgl. der Nachimpfungen empfehlen wir die Rücksprache mit Ihrem ortsansässigen Tierarzt (der kann Ihnen Impfstoff für die vierteljährliche Nachimpfung über Trinkwasser abgeben oder aber Ihnen die Injektion für ein weiteres Jahr Impfschutz anbieten) oder aber alternativ die Suche nach einem Geflügelzuchtverein, dort werden auch im Regelfall regelmäßig Nach-Impftermine angeboten.